kabelSo, das war´s dann wohl endgültig für mich mit Kabel Deutschland.

Viele Jahre hab ich eine erneute Geschäftsbeziehung vermieden, da wir schlechte Erfahrungen bei der Kündigung des Kabelfernsehanschlusses gemacht haben.
Und dann kamen die Mails, dass Kabel Deutschland jetzt zu Vodafone (wo wir unseren ISDN-/DSL-Anschluss haben) gehört.

Zitat: Kabel-Produkte zum Vodafone-Service.
Gut, mit dem war ich bisher zufrieden. Aber Kabel Deutschland?

„Da Schwoger“ (mein Schwager) phont und surft seit ein paar Jahren dort und inzwischen ist es auch stabil – also gut.

Entgegen aller Ratschläge aus der Familie und dem Kollegenkreis habe ich mich dann doch von einer netten Outbound-Callcenter-Agentin überzeugen lassen.
Das hörte sich alles so einfach an:
„Warten Sie, ich schau mal nach…. ja, bei Ihnen ist 100.000er Internetzugang möglich.“
„€ 19,90 /mtl. im ersten Jahr, danach € 39,90 – oder eben günstiger mit weniger Bandbreite.“
„Der Techniker kommt zu Ihnen und muss nur die Dose mit 2 Anschlüssen gegen eine mit 3 Anschlüssen austauschen.“
MOMENT?!
Auf mehrfachen Hinweis, dass mein Hausanschluss vor etlichen Jahren abgeschaltet wurde, ich Briefe bekommen habe, in denen angekündigt wurde, dass man den Anschluss auch Hardware-seitig abklemmen wird frage ich nochmal:
„Muss da wirklich nichts anderes gemacht werden? Der tauscht nur die Dose aus?“
„Jaja, das ist alles.“
Gesagt getan, mittels Gesprächsaufzeichnung habe ich (bin gezwungen worden, das hier zu erwähnen) entgegen aller Ratschläge meiner Kollegen und Bedenken meiner Frau bestellt.
Nachdem der Kabel-Hausanschluss (Übergangspunkt heißt das wohl) beim Umbau unseres Hauses nicht mehr ins Haus verlegt wurde, habe ich vorsichtshalber schon mal ein neues, 5-fach abgeschirmtes 135db-Koax-Kabel verlegt.
Quer durchs Haus, durch vorhandene Leerrohre ins andere Ende des Gebäudes, dort, wo die Anschlussdose sitzen soll.

Heute war dann der Techniker da. 4 Stunden früher wie geplant. Zufällig war meine Frau gerade zu Hause.
Ja gut, mit allein der Dose austauschen ist es dann doch nicht getan.
Wir waren der Dritte Kunde heute, dem diese Story am Telefon erzählt wurde und er musste bei den anderen beiden auch schon wieder gehen.
Denn neben dem Koaxialkabel und der Dose (welche die Callcenter-Dame gemeint hatte) muss er noch eine Apparatur mit fast einem halben Quadratmeter installieren.halber_qm

Aber das reicht noch nicht, denn auch ein dickes Erdungskabel muss noch her. Diese soll dann auch vom Übergangspunkt bis zum Montagepunkt des 0,5m²-Blechs durchgehen.
Nein, an eine bestehende Erdung darf man das nicht anschließen, nur am Erdungspunkt direkt (der wieder ganz wo anders im Hause bei uns ist).
Ja, er versteht schon, dass wir grantig sind, da sind wir nicht die ersten heute oder in den letzten Tagen.

Der Techniker war sehr nett und hilfsbereit und auch der Damen vom Outbound-Team kann und will ich keinen Vorwurf machen. Aber wenn man Bestandskunden anrufen lässt, dann müssen die Leute auch entsprechend geschult werden.

Und deshalb verewige ich es jetzt hiermit in den ewigen digitalen Jagdgründen des Internets:
Kabel Deutschland hat mich zum letzten Mal gesehen und vera**scht.

Ich gelobe künftig auf meine Kollegen und meine Frau zu hören – zumindest wenn’s um Kabel Deutschland geht 🙂