green-408421_1280Habt Ihr Euch schon einmal Gedanken darüber gemacht, was passiert wenn Euer Bike trotz Anschließen mit einem vernünftigen Schloss mal nicht mehr da ist, wenn ihr vom Biergarten, dem Kumpel oder dem Kino zurückkommt?

Dann ist nicht nur guter Rat teuer – auch die Wiederbeschaffung eines adäquaten Ersatzes schlägt sich schnell im Geldbeutel nieder, wenn man nicht gerade mit der „Stadtschlampe“ unterwegs war.

Lange Jahre war das für mich nie ein Thema, denn meine Räder lagen meist deutlich unter der € 500,- Grenze. Als ich mein erstes vernünftiges Mountainbike gekauft hatte und das erste Mal damit unterwegs war, dachte ich mir schon: Beim Auto hast du mindestens eine Teilkasko, aber was ist eigentlich mit dem Bike?

Also, kurz ins Netz und schlau gemacht – dachte ich. Denn die Aussagen in diversen Foren sind schon sehr unterschiedlich, was den Versicherungsschutz angeht. Also hab ich mich bei verschiedenen Versicherungen selbst erkundigt und habe auch ein Beratungsgespräch mit dem Versicherungsmaklers meines Vertrauens geführt.
Hier mal meine Zusammenstellung, worüber Ihr euch Gedanken machen solltet, wenn Ihr euren Fuhrpark absichern wollt.

Fahraddiebstahlversicherung – kein Firlefanz

Viele Versicherungsgesellschaften bieten eine separate, eigenständige Fahrradversicherung an. Die Preise gehen hier genauso weit auseinander wie auch die Leistungen. Von Selbstbeteiligung im Schadensfall über Erstattung zum Zeitwert bis zu Höchstgrenzen von € 1.000,- gibt es alles.

Eine gute Seite, um sich einen Überblick über die mannigfaltigen Gestaltungsmöglichkeiten zu verschaffen findet Ihr zum Beispiel bei http://www.fahrradjaeger.de. Da diese Versicherungen sich speziell mit dem Risiko des Fahrraddiebstahls befassen, stellen diese auch teilweise konkrete Anforderungen an die zu verwendenden Schlösser.

 

Hausratversicherung – der Klassiker

Das Fahrrad (oder die Fahrräder) gehören grundsätzlich mal zum Haushalt und sind somit in einer Hausratversicherung mitversichert. Wichtig ist nur, bis zu welcher Höhe und zu welchen Bedingungen.

Bei meiner Hausrat war es zum Beispiel für 15,- bis 20,- Euro mehr pro Jahr möglich, den Versicherungswert von 500,- Euro für die Bikes auf „unbegrenzt“ zu erhöhen – man muss es nur machen.

Das Kleingedruckte:

Wichtig ist bei meiner Versicherung zum Beispiel, dass alle Bikes einzeln abgeschlossen sein müssen. Weitere von Versicherungen gern gemachte Einschränkungen sind z.B. Uhrzeiten, in denen das Bike außerhalb der eigenen Abstellräume versichert ist oder eben nicht.

Solche Dinge liest man am besten im Kleingedruckten nach und fragt nochmals an. Beim Versicherungsmenschen meines Vertrauens hat´s geklappt – auch wenn ich es zum Glück noch nicht gebraucht habe.

Meine Empfehlung:

Wenn ihr noch keine Hausratversicherung habt, vergleicht die Versicherungsbedingungen genau. Fragt genau nach, was alles zutun ist, wenn tatsächlich das Fahrrad gestohlen wurde.

Auf jeden Fall wird eine Anzeige bei der Polizei notwendig sein. Hierzu ist es sinnvoll und notwendig, dass Ihr euer Fahrrad möglichst exakt beschreiben könnt:

  • Marke
  • Farbe
  • Rahmengröße
  • besondere Anbauteile (Tacho, Federgabel, Bremsen, Carbonlenker etc.)
  • markante Eigenheiten
  • und vor allem: Die Rahmennummer des Bikes.

Diese findet Ihr im Normalfall an der Unterseite des Tretlagers eingeschlagen. Nehmt Euch die Minute Zeit und dreht Euer Bike um und schreibt diese Nummer auf. Idealerweise habt Ihr die auch auf dem Kaufvertrag bereits stehen, mit dem Ihr das Rad erworben habt – egal ob neu oder gebraucht.

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